Single Malt Scotch Whisky

 Hörbuch: Whisky zum Hörbuch: In drei Teilen zu je einem achtjährigen Single Malt zu einer CD von dreien. Hörbuch: Hologrammatika von Tom Hillenbrand

Aus der MacPhail's Collection

Bunnahabhain 8 Jahre (Heavily Peated) 43%vol (Unabhängig abgefüllt)

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky (26.03.2021)

Nase: Heavily Peated – auf jeden Fall! (Für mich persönlich eher Schwarzwälder Schinkenräucherei) und dahinter etwas Kompott, sowie eine leichte Schwefelnote und ein Touch Limette.

Erster Aufprall im Mund: kraftvoll herb - nach und nach schleicht sich eine samtige Süße von hinten an. Und jetzt wird es wirklich interessant: geräucherter Schinken mit Pfefferminz und Bitterschoko- lade (was für eine geile Kombi!)

Abgang: lang und trocken herb, fleischig, Minze.

Fazit: Nicht aus Zufall habe ich mich für die Serie aus achtjährigen Whiskys aus dem Hause G&M entschieden. In der Vergangenheit haben diese mich noch nie enttäuscht. Der Bunnahabhain ragt hier besonders heraus und schlägt meine Erwartungen. Hier ist alles stimmig! Deshalb 4 Sterne nach Elgin.

         Aus der MacPhail's Collection       

Highland Park 8 Jahre 43%vol (Unabhängig abgefüllt)

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky (16.04.2021)

Nase: fruchtiger als erwartet – wie Obstsalat mit starken Anklängen von Wiesen-kräutern. Honig mit Spitzen von Zitrone. Mit der Zeit werden die Aromen herzhafter, unterschwellig etwas Rauch.

Erster Aufprall im Mund: hart und etwas unruhig, etwas Brennen auf der Zunge. Leichte Süße. Die letzten zwei Minuten im Leben eines Kräuterbonbons. Feine konzentrierte Vanillespitzen machen den Malt noch einmal interessant. Das Kräuer- bonbon meldet sich noch einmal aus dem Grab zurück mit herben Attacken und einem Hauch Vollmilchschokolade. 

Abgang: mittelprächtig, herbe Kräuter, brauner Kandiszucker.

Fazit: Das Problem liegt in der zehnjährigen Originalabfüllung von Highland Park, die so gar nicht mein Fall war. Doch ausgerechnet ein jüngerer, unabhängig abgefüllter HP weckt erstmals positive Erfahrungen. 3 Sterne nach Elgin.


Das Hörbuch


Finlaggan (Red Wine Cask Matured) Samll Batch Release 46%vol

Kategorie: Islay Single Malt Scotch Whisky (05.03.2021)

Nase: nicht die gleiche Rauchsäule wie der Old Reserve, aber ausreichend intensiv. Eine fruchtige Note ( rote Grütze) versucht den Rauch weg zu drücken, aber ohne Erfolg. Leichte Würze und ein Vollmichschokoladen-Moment. 

Erster Aufprall im Mund: erstaunlich mild. Das Rotweinfass kommt mit voller Wucht und tobt sich hier richtig aus, schafft es aber nicht, eine unharmonische metallische Note zu verbergen. Der Rauch geht hier eindeutig Richtung Barbecue. Irgendwann kommt tatsächlich noch ein Schub aus Vanille und Schokolade, der noch einen interessanten Kontrapunkt bildet.

Abgang: lang, trocken und leicht mineralisch.

Fazit: Einen Red Wine Cask Matured hatte ich noch nie im Glas und bin sehr erstaunt wie dieser dem ganzen seinen Stempel aufdrückt. Nur die Basis seitens des Whiskys (eher wenig komplex) ist vielleicht nicht die beste Wahl gewesen. Für Hardcore Smokeheads eher Finger weg! Für Experimentierfreudige vielleicht eine neue Erfahrung. 3 Sterne für den Malt und 5 Sterne für das Hörspiel. (Als Begleiter zum Hörspiel hätte besser ein Premium Bourbon gepasst.)

Neuromancer« – das Cyber-Kult-Hörspiel William Gibson erfand den Begriff »Cyberspace«. Mit seinem 1984 erschienenen visionären Roman »Neuromancer« gelang ihm nicht nur der internationale Durchbruch, er begründete auch eine der wichtigsten Strömungen der 80er Jahre, den Cyberpunk. »Neuromancer« erzählt die Geschichte des Daten-Cowboys Case. Um die Fähigkeit gebracht, in den Cyberspace zu gehen, hält er sich mit Drogen, Alkohol und Hehlereien über Wasser. Da bekommt er ein verlockendes Angebot: Heilung gegen Datenbeschaffung. Süchtig taucht er ein in das Netz der Matrix, immer auf der Suche nach zu knackenden Codes und dem neuen Kick. Meisterhaft entwirft Regisseur Alfred Behrens eine düstere akustische Welt voller skurriler, greller Gestalten, in der sich Jarreth Merz als Case gegen finstere Mächte behaupten muß. »Das Neue Testament des 21. Jahrhunderts.« Timothy Leary                                                                                       (Quelle: Höspiele.de)
Dauer: ca. 234 Minuten
Art: Hörspiel

                                                  Tasting Queen (GEVI)                      2009 - 2019         

Miltonduff 9 Jahre F. Garaudet Burgundy Wine Cask

D:23.09.2009 - B:01.2019 (Fassnummer: 724) 46,5%vol (Unabhängig abgefüllt)

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky (16.01.2021)

Nase: Der Burgunda ist sofort präsent. Danach ein Sturm an exostisch süßer Fruchtigkeit. Der Wein tanzt permanent durch die Nase in Verbindung mit leichten Röstaromen. Im Hintergrund möchte ein Karamellpudding an die Oberfläche – aber leider auch ein Hauch einer Klebstoffnote wie man sie     vom Bourbon her kennt.  

Erster Aufprall im Mund: Etwas unruhig, der Alkohol ist angriffslustig. Alles pendelt sich nach einiger Zeit wieder ein- nur nicht zum Guten. Trockene Fruchtigkeit mit scharfem Unterton. Es dauert eine Weile bis der Malt einen Rettungsversuch startet mit einer malzigen schokoladigen Süße. Das hilft aber auch nicht mehr. 

Abgang: mittellang, malzig süß, weinartige Trockenheit.

Fazit: Wer bewußt einen Whisky mit Burgundy Anklägen haben möchte, sollte lieberauf den Tullibardine 228 Burgundy Fimish zurückgreifen mit seinem einzigartigen cremigen Mundgefühl.  Vielleicht gibt es eine kleine Fan-Gemeinde, die diesen Whisky mag – ich gehöre nicht dazu! Deshalb nur 1 Sterne. Ein trauriges Fazit – ich stifte den Grabstein!

Ort: Eine Runde durch den Heimatwald.

Lagavulin 8 Jahre (Sonderabfüllung zum 200- jährigen Bestehen) 48%vol.

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky (03.01.2021)

Nase: süßer Torf mit Vollmilchschokolade. Anflüge von Fruchtigkeit (Zitrusfrüchte).Mit der Zeit kommen Vanille sowie dezente Haselnussaromen dazu.

Erster Aufprall im Mund: ein Biss in ein verkohltes Stück Holz. Eine kurze Fratze.Süße feine Vollmilchschokolade mit Kokosraspeln.

Abgang: süße und trockene Medizin sowie eine gehörige Portion Rauch.

Fazit: Ich muss sagen, der hier aufgerufene Preis (Stand 2020) ist das größte Manko. Für 25,00€ hätte ich fünf Sterne verteilt, so werden es leider nur 3 Sterne. Ansonsten mächtig viel Druck für einen achtjährigen. (Tipp: Optimal wäre, das Glas eine Stunde atmen zu lassen).

Ort: an einem schönen Platz im Wald


Aerolite Lyndsay 10 Jahre 46%vol.

Kategorie: Single Malt Scotch Whisky (21.08.2020)

Nase: Sofort schlägt der Rauchmelder an - dahinter frische weiße Grapefruit und Honigmelone. Vom Alkohol fehlt  jede Spur: Nach kurzer Zeit zieht sich der Rauch etwas zurück und acht Platz für feine Würze und eine vollreife Erdbeere geistert durchs Glas. (Es macht wirklich Spaß sich hier erst einmal mit der Nase zu beschäftigen)

Erster Aufprall im Mund: Samtig weich, Malz detoniert im Mundraum und löst Euphorie aus.             Kalter Hagebuttentee trifft auf Aluminium.

Abgang: mittellang malzig süß, Hustensaft, stumpfes Aluminium.

Fazit: Das große maritime Islay Specktakel fällt hier leider aus. Ein Highlight war sicherlich das „Nosing“. Ich kann   mir aber gut vorstellen, dass der Whisky ein kleine Fan-Gemeinde hat, da er unkompliziert und zur jeder Tageszeit zu genießen ist.

Die Wanderung: Von Busbahnhof Radevormwald über die Wuppertalsperre und Remlingrade zurück nach Wuppertal Langerfeld. Dauer: ca. 7 Stunden

Blair Athol 12 Jahre  Bourbon Cask Matured 2008 56,5%vol (Unabhängig abgefüllt)

Kategorie: Single Cask (17.07.2020)

Nase: Fruchtbowle mit wenig Alkohol. Helle Trauben setzen sich durch und viel zarte Milchschokolade. Der Whisky schreit nach Sommer.

Erster Aufprall im Mund: Extrem cremig, dann sorgen die 56,5 Prozent für abrupte Bodenhaftung- doch der Gaumen erholt sich schnell nach dem Bombardement und macht Platz für eine flüssige Michschnitte mit jungen Trauben. Jetzt drückt das Bourbonfass auf die Tube, Würze so wie Toffee machen sich breit.

Abgang: Würzige Trockenheit  mit Vollmilchschockolade und eine Art Traubenkerngschmack - erher selten, aber irgendwie lecker.

Fazit: Ein fast gelungenes Sommermärchen mit einen Wunsch auf etwas mehr Komplexität für den Preis. Verkostet ohne Wasser.

Die Wanderung: Ein Etappe des Wupperwanderweg zwischen Radevorwald und Wuppertal-Laaken, Dauer ca. 4 Stunden.

 

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