Rum / Rom / Rhum

Bellamy's Reserve (Rye Cask Finish) 45%vol

Kategorie: Blended Rum (14.03.2021)

Nase: pralinenartig. Zitrone, Papaya und würzige Getreideanklänge. Unter dieser paradiesischen Decke schwebt eine kleine dreckige Ester-Note.

Erster Aufprall im Mund: vollmundig, anschmiegsam. Nach dem Schlucken öffnetsich für einen kleinen Moment ein Spalt zum Paradies. Nach feiner Kokoscreme kommt es zu einem Vanille Overload und exotischen Zauber.

Abgang: lang. Vanilleeis samt Waffel mit Ester-Momenten. Wahnsinn!!!

Fazit: Diese Art von Spirituose hat das Zeug dazu, nicht gefestigte Naturen in die Sucht zu treiben. Gott sei Dank ist der Rum nur limitiert verfügbar – so bleiben die Opferzahlen in Grenzen.  4 Sterne

Die Wanderung: Von Wuppertal-Langerfeld nach Breckerfeld Busbahnhof (Dauer: 8 Stunden)

 Drei Möglichkeiten für einen Höhepunkt!

Tasting Queen (GEVI)

 A.H.RIISE X.O. RESERVE RUM 40%vol

SUPER PREMIUM SINGLE BARREL RUM (BATCH 1 / CASK 006 / BOTTLING 01.10.2016)

Kategorie: Premium Single Barrel Rum (29.01.2021)

Nase: Rumrosinen, Marzipan, Lebkuchen, sowie Rosenwasser. Im Hintergrund mischen feine Zitrusaromen mit. (Die ganze Nase geht hier in die Richtung Weihnachtsbäckerei)

Erster Aufprall im Mund: Ein dickes sirupartiges Mundgefühl. Ein leicht trockener Film bildet sich auf der Zunge aus. Gefolgt von einem massiven Schub an Süße und Gewürzkuchen. Nach einer Weile wird der Mundraum von  einer interessanten Tabaknote belegt. (Warum auch immer denke ich bei jedem Schluck an Pudding)

Abgang: leider viel zu kurz - das kostet einen halben Stern. Süß und trocken, elegante Würze und schöne Tabaknoten.

Fazit: Definitiv ein geschmacklicher Höhepunkt. Ein perfekter Rum für die Weihnachtszeit oder nach einem Spaziergang an kalten Tagen. Auf jeden Fall  eine interessante Geschmackserfahrung. 4,5 Sterne nach Dänemark!

 

Dillon Bourbon Barrel 41%vol

Kategorie: Rhum Agricole (09.01.2021)

Nase: blumig, frisch gepresstes Zuckerrohr mit einem Hauch Menthol. Das Bourbonfass setzt sich erstaunlich gut durch. Vanille und Toffee.

Erster Aufprall im Mund: sehr milde, ein Biss in eine süße Orange. Der Mundraum wird langsam mit einer Mischung aus Zuckerwasser und Grapefruit sowie frischer Eiche ausgefüllt. Nach einiger Zeit gesellen sich Anklänge von Banane und Kokosnuss dazu. Der Rhum nimmt immer mehr Fahrt auf und gewinnt mehr und mehr an Komplexität.

Abgang: mittellang, fast schon saftig, Süßholz, Menthol.

Fazit: Dies Flasche hat mich neugierig gemacht, mehr auch nicht. Große Erwartungen hatte ich nicht, aber diese sind übertroffen worden.  Was für ein geiler Stoff!!! Es gibt sie noch, die überragenden Flaschen zum guten  Kurs. ( Die Verkostung fand um den Gefrierpunkt statt – ich bin gespannt wie der Rhum bei Zimmertemperatur zündet!) 4,5 Sterne nach Martinique.

Ort: Irgendwo da draußen........

Tasting Queen (GEVI)

 

Rhum J.M Épices Créoles 46%vol

Kategorie: Rhum Vieux Agricole (05.12.2020)

Nase: alter Portwein, kleine Bisse vom Alkohol, orientalische Gewürze mit zarter Limette, dezente Röstaromen.

Erster Aufprall im Mund: vollmundig-samtig. Frisch gepresster Zuckerrohrsaft mit feinen Gewürzen vermengt. Es dauert nicht lange bis sich der Rhum sich im Mundraum verankert hat. Nicht wirlich süß – aber irgendwie doch. Orangenschale mit Zimt. Mit der Zeit bilden sich Wellen von dunkler Schokolade. Unterlegt mit marokkanischer Minze.
 
Abgang: perfekte Länge. Zuckerrohr. Schokoladig.Gletschereisbonbon.Mokka-Momente.

Fazit: A new Star is born! Oder sagen wir mal besser 4,5 Sterne. Alles ist gut ausbalanciert - hier waren Könner am Werk! Glückwunsch! In seiner Preisklasse ein wahrer König!

 Tasting Queen (GEVI)

 Rhum J.M Jardin Fruité 42%vol

Kategorie: Rhum Vieux Agricole (05.02.2021)

Nase: Eine Mischung aus frischem Zuckerrohr und Portwein, sowie ein Hauch Maggiwürze. Dezent fruchtig.

Erster Aufprall im Mund: mild, beim Schlucken wird die Kehle leicht angeätzt. Herbe Holznoten bis hin zur Bitterkeit. Immer stets begleitet von einer leichten Würze. Mit der Zeit bildet sich ein cremiges Mundgefühl mit intensivem Zuckerrohrgeschmack. Kakao und Vanille runden das ganze ab.

Abgang: kurz und herb – Vanille und Schokolade.

Fazit: Im Vergleich zum Rhum J.M Épices Créoles schmeckt dieser hier abgestanden und fantasielos. Ich sage es nicht gerne, aber dieser Rhum ist eher zum mixen für Cocktailsgeeignet. Wenn nicht dieses cremige Mundgefühl wäre, würde ich nur zwei Sterne geben, so sind es 2,5 Sterne.

Tasting Queen (GEVI)

 Rhum J.M Fumée Volcanique 49%vol

Kategorie: Rhum Vieux Agricole (20.02.2021)

Nase: Ja, Sie lesen richtig! Ein Hauch Tiquila liegt in der Luft! Dahinter feines Zuckerrohr.

Erster Aufprall im Mund: Das Zuckerrohr kommt erstmal rauh daher, wird aber sehr schnell feiner. Speichelfluss setzt ein. Im Schlepptau mit Schokolade und kräftigen mineralischen Komponenten, die sehr interessant sind und ein sauberes Mundgefühl hinterlassen. Mit der Zeit wird der Rhum immer dichter und bringt eine leichte Salznote mit, beleitet von malziger Süße. Der Rhum verabschiedet sich harmonisch.

Fazit: Ich habe mich 2018 intensiv mit Mezcal und Tequila beschäftig. Und genau in diese Zeit fühle ich mich beim Trinken dieses Rhums zurück versetzt. Ein süffiges Geschmackserlebnis mit mexikanischen Anklägen, die mir 3,5 Sterne wert sind.

 Mocambo Cask Aged Mexican Rum 10 Jahre 40%vol

Kategorie: Premium Rum (17.10.2020)

 

Nase: Kakaopulver, Madeira – Die Alkoholnote geht Richtung Brandwein.Bei Windstille findet man noch schöne Trauben.

Erster Aufprall im Mund: weich und sirupartig-Trockener Tabak trifft Vanillesauce mit kurzen Seifenmoment (Weichspüler). Die Zunge wird belebt. Eine delikate Pflaumen-Zimt-Note bringt Stimmung ins Glas. 

Abgang: mittel, Weinbrandbohne – Das Kakaopulver aus der Nase wird jetzt zum Kakao. Zimt.

Fazit: Für dieses Preis-Leistung-Verhältnis (Stand 2020) bekommt man ein Abenteuer der besonderen Art geboten.

 

Die Wanderung: Rund um Radevormwald - 24km (Wald-Wasser-Wolle-Wander-Weg)

 

Cihuatán 8 Solera Gran Reserva Rum 40%vol

 

Kategorie: Solera Rum (03.10.2020)

 

Nase: mild, Fruchtigkeit in Richtung Zitrusfrüchte, frische Röstaromen und eine wunderbare Kaffeenote kommt ans Tageslicht.Nach einer Weile gesellen sich noch Bourbon Aromen dazu.

 

Erster Aufprall im Mund: Mir fehlen die Worte! Der Ron legt  den Turbolader ein - sofort kommt edle Vanille, Mokka, Toffee, Tabak, sowie Zitrusschale. Jo! Das muss man erst einmal wechseln!

 

Abgang: mittellang, dunkle Kaffeenote, Toffee, leicht cremig.

 

Fazit: Ein Ron ohne Ecke und Kanten - eine richtige Wundertüte! Für Liebhaber von gutem Kaffee.  Die Flasche wurde von zwei Personen ordnungsgemäß nach 25 km restendleert!!!  

 

Die Wanderung: Rund um Schwelm - 25km (Mit Horst Lazarevic)

 

HIER ERHÄLTLICH!

Five Hundred Cuts Botanical Rum 40%vol.

Kategorie: Botanical Rum (18.09.2020)

Nase: Orange, Zimt, kleine Alkoholspitzen reizen ein wenig die Nase.Muskatnuss, Rum, sowie hubba bubba Kaugummi.

Erster Aufprall im Mund: für einen kurzen Augenblick lieblicher Orangenlikör.Dann ein abrupter Cut: Ingwer-Shot extrem – gefolgt von Muskat und Lebkuchengewürzen, sowie Melasse. Der Mundraum wird trocken und möchte immer wieder benetzt werden.

Abgang: Mittellang, angenehme Schärfe – der Rum wird dominanter. 

Fazit: Ich habe mich schwer getan, mich dieser Spirituose zu nähern, da ich kein Freund von Gin bin. Das Herstellungsverfahren ist hier fast das gleiche.Hier wird jedoch heller Rum als Grundlage genommen. Bei dieser besonderen Spirituose heißt es: man liebt sie oder man hasst sie – dazwischen bewegt sich nichts. Ich liebe diesen Rum - er hat ein Alleinstellungsmerkmal aufgrund seiner Botanicals – ideal für schöne Herbstnachmittage oder als Infusionslösung für die Nacht!


Die Wanderung: Rundweg - Schneppberg 3,5 km (Grevenstein) Die Verkostung hat dreimal so lange gedauert wie die ganze Wanderung- aber was soll´s!

HIER ERHÄLTLICH!


HAMPDEN Pure Single Jamaican Rum 46%vol.

Kategorie: Pure Single Rum (14.08.2020)

Nase: Papaya, Mangos, Ananas und eine paradiesischen Süße. Das ganze wird unterlegt mit abgestanden Pinselreiniger. (Das ist so faszinierend an manch einer Spirituose - diese Gegensätze!)

Erster Aufprall im Mund: Likör artige Viskosität gefolgt von Lakritz und einer ordentlichen Breitseite Süßholz - Oh! „What the hell is that?“ Jetzt wird  es richtig interessant: Petrochemie küsst Honigwabe. Der Abgang ist ewig lang trocken und von Lakritz geprägt.

Fazit: Wenn der Teufel tatsächlich den Schnaps gemacht hat, dann diesen hier zuerst! Ich nehme hier mit aller Vorsicht das Wort Kult-Rum in den Mund, denn dieser hier hat das Potenzial dazu!

Die Wanderung: Von Hattingen Busbahnhof  auf Hauptwanderwg X28 (Graf-Engelbert-Weg) über die Ruine der ehemals mächtigen Isenburg in Hattingen, sowie Velbert- Nierenhof, Elfringhauser Schweiz, Sprockhövel- Schee. Von dort über die Nordbahntrasse zurück nach Wuppertal-Langerfeld. Dauer: 7 Stunden.


HIER ERHÄLTLICH!