Chairman's Reserve (White Label) 40%vol

Nase: leichte Anflüge von Lösemitteln, dahinter wollen Früchte an die Oberfläche, schaffen es aber nicht. Nach einer Weile endet alles mit einem süß grasigem Aroma.

Erster Aufprall im Mund: leicht viskos, dezente Süße, sowie Anflüge von Fruchtigkeit, jedoch ohne Durchschlagskraft. Was bleibt ist ein trockenes sauberes Mundgefühl und im Abschluss ein Hauch von Pfefferminz. Der allein ist schon einen halben Stern wert.

Fazit: Als Genussmittel nur bedingt einsetzbar, dafür als Premium Desinfektionsmittel bestens geeignet:) - 1,5 Sterne. (14.08.2021)

Tanduay Gold Asian Rum 40%vol

Nase: Kokos, Ananas und Vanille, sowie ein Hauch Tabak. Der Alkohol reizt leicht die Nase.

Erster Aufprall im Mund: Mild und leicht viskos. Der Alkohol brennt den Weg frei zu Bergen von Vanille. Ab hier ist verdammt viel Exotik mit im Spiel – soviel, dass eine gewisse geschackliche Überforderung eintritt. Der Rum verabschiedet sich leicht süß mit einer ausgeprägten Tabaknote. 

Fazit: Hier haben wir es mit einem Preis-Leistungs Wunder zu tun ( Stand 2021) – eine flüssige Delikatesse ohne Zweifel - mit jeder Menge FX. 4,5 Sterne to the Philippines.(14.08.2021)

Eight Islands (White Rum) 40%vol

Nase: Ein Hauch Marzipan, Aprikose und Banane, sowie kleine Attacken vom Alkohol.

Erster Aufprall im Mund: Erst weich, dann tanzt der Alkohol auf der Zungenspitze. Ein trockenes, samtig süßes Mundgefühl baut sich auf mit einem Touch Fasseiche. Haribo Tropi Frutti meets Irish Whiskey.

Fazit: Das ist mein zweiter weißer Rum. Nachdem ich meine Vorurteile beim ersten (Clairin Sonson) über Bord geworfen habe, ist dieser eine weitere Überraschung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist perfekt (Stand 2021). Ran an den Rum! 4 Sterne. (11.08.2021)

Dewar's 8 Jahre Caribbean Smooth (Rum Cask Finish) 40%vol

Nase: sehr angenehm, Obstkuchen, nicht eine Spur vom Alkohol. Das Rumfass drückt eine Menge Exotik in die Nase. Der Scotch hat es schwer, sich bemerkbar zu machen, schafft es aber mit kleinen Wellen von Malz „Hallo“ zu sagen.

Erster Aufprall im Mund: sanft und mild – das Malz aus der Nase hat jetzt seinen großen Auftritt. Die Süße vom Malz und die vom Rum ergänzen sich zu einer delikaten Granate. Nach einer Weile kommen Gewürznoten hinzu und eine angenehme Holzigkeit, die von Vanille leicht umspielt wird. Im Abschluss leider ein wenig wässerig.  

Fazit: Genau die Flasche wenn man mit guten Freunden die Nacht durchzechen möchte. Absolut süffiger Stoff. 3,5 Sterne (31.08.2021)

Plantation  XAYMACA Special Dry Rum 43Vol

Nase: frisch und ein Korb voller exotischer Früchte, sowie Pralinen, Bastelkleber.

Erster Aufprall im Mund: ein verblüffender Auftakt- hier geht alles in Richtung London Dry Gin. Herbe Kräuteranklänge und dezente Fruchtigkeit. Allerdings Gott sei Dank ohne Wacholder. Angenehme Schärfe und eine Art Pralinensüße beginnt den Mundraum zu belegen. Nach einer Weile bilden sich leicht mineralische Noten mit salzigen Momenten und ätherischer Frische. Im Abschluss trocken.

Fazit: Mein Problem ist die Sache mit dem Gin. Ich wollte einen Rum. Nun gut- ich glaube dieser Rum hat dadurch ein Alleinstellungsmerkmal und ist auf seine spezielle Weise interessant. 3,5 Sterne. (06.08.2021)