Whisk(e)y International

Blick vom Hammerkotten bei Eslohe

AGOT Single Malt (Pioneer 4.6 Editio / Batch No: 03) 46%vol

Kategorie: Baskischer Single Malt (01.05.2021)

Nase: klare Bourbon Aromen, sowie eine Mischung aus dunklen Früchten und Würze. Zudem ein Hauch englisches Weingummi.

Erster Aufprall im Mund: mild, feine Würze macht den Auftakt, dem folgt verspielte, leichte Fruchtigkeit. Kurzes Aufkommen von Bitterkeit ( junges Holz), die aber schnell durch die Würze beendet wird, da diese mit der Zeit intensiver wird und für mich ein kleines Highlight bildet. Das Finale wird von Toffee, dunkler Schokolade und einem leicht trockenen Mundgefühl gebildet.

Fazit: Die Auswahl der verwendeten Fässer war hier goldrichtig (Bourbon Rioja Alavesa Oak Casks) Durch sie erhält der Whisky einen besonderen Wiedererkennungswert. 3,5 Sterne ins Baskenland.

Tasting Queen (GEVI)

Super Nikka (Revival 2015) 43%vol

Kategorie: Blended Whisky Japan (26.02.2021)

Nase: sehr frisch, eine Spur Honig, die schnell von einer Fruchtgumminote überlagert wird. Roter Apfel und etwas, das an Tabak erinnert.

Erster Aufprall im Mund: erst mild, dann etwas schärfer werdend. Dezente Fruchtigkeit. Eine Welle von Vanille strömt den Mund und hinterlässt ein samtiges Mundgefühl, aber leider auch eine Bitternote (altes nasses Holz) auf der Zunge. Mit zunehmender Zeit kommt Honig mit einem Touch Safran hinzu.

Abgang: mittellang, trocken würzig, Safran, Zimt und weißer Pfeffer, eine Spur Honig sowie Holzigkeit.

Fazit: Wenn diese holzige Bitterkeit nicht wäre, erinnert mich diese Komposition an einen Glenlivet, 12 Jahre, aus den 80ger Jahren. Aber so, in dieser Form, leider weit entfernt von „Big in Japan“. Leider nur 3,5 Sterne nach Japan.

 J.P.Wiser's 10 Jahre Triple Barrel 40%vol 

Kategorie: Blended Canadian Whiskey (07.11.2020)

Nase: Der typisch kanadische Muff. Getreide, leichte Anflüge von Klebstoff, ein Hauch Vanille.

Erster Aufprall im Mund: Butterweich, sehr süß und zu meiner Überraschung ein dicker fetter Bourbon Moment. Kurz dananch Zitrusfrucht und Vanille. Mit zunehmender Zeit noch süßer werdend: ein großer Biss Zuckerwatte!  Die Zitrusfrucht erweist sich als rote Grapefruit. (Prima! Auch noch ordentlich Vitamin C beim Trinken :) Hin und wieder kommt eine kleine Bitterkeit ins Spiel.

Abgang: süß, Minze, Zitrusfrüchte und ein Hauch Schokolade.

Fazit: Das Preis-Leistungsverhältnis ist fantastisch. Für weit unter 20,00 € (Stand 2020) bekommt man hier einiges geboten. Ein süffig sündiger Kanadier, mit dem man viel Spaß haben kann! Reine Bourbon Trinker können hieran auch Gefallen finden.


Wanderung: 4 Stunden durch herbstliche Wälder in Wuppertal